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Was Hot Tuna mit Mitnight Oil zu tun hat
Dass aus Australien nicht nur Kängurus kommen, sondern auch qualitative
Musik sollte spätestens seit dem phänomenalen Durchbruch von Nick Cave zu
Beginn dieses Jahres auch dem uniteressiertesten Musikhörer nicht
entgangen sein, wenn man von den unglücklichen Anfängen von Jason (who?)
Donovan und Kylie Minogue (hat sich in der Zwischenzeit gemausert)
absieht. Die bedeutendste australische Band der 80-er war aber trotzdem
Midnight Oil mit ihrer Hitsingle Beds Are Burning, welche den meisten
Leuten geläufig sein wird. Danach wurde es aber in den Hitparade wieder
ruhig um die Mannen von Pete Garrett. Trotzdem brachten sie in der
Zwischenzeit zwei Studioalben und eine ausgezeichnete Live-CD heraus. Ganz
zu schweigen von ihrem MTV-Unplugged Auftritt 1993, welcher leider nie
offiziell erschienen ist.
Nun sind sie wieder zurück! 3 Jahre nach Earth and Sun and Moon erschien
nun letzte Woche Breathe. Und um es kurz zu machen; es hat sich etwas
geändert hinsichtlich der früheren Alben. Kurz aber zu dem, was gleich
geblieben ist.
Pete Garrett, der (glatzköpfige) Kopf und Sänger der Oils ist immer noch
Politiker und kämpft als Paramentsmitglied der Grünen in Camberra gegen
die schleichende Umweltzerstörung und laufende Diskriminierung der
Aborigines. Diese politischen Ideen sind auch auf Breathe, wie auch auf
allen früheren Alben, deutlich spürbar und das ist auch gut so! Zur
Erinnerung: Auch Bed Are Burning hat eine starke politische Message.
Was kann aber anders sein an den von der australischen Sonne strotzenden
Rocksongs? Zu erst einmal: Auch bei den Oils hat der Grunge Einzug
gehalten. Die Songs sind grösstenteils dumpfer, düsterer und auch wurde
ein wenig die Geschwindigkeit herausgenommen. Trotzdem verschwindet der
Sonnenschein nicht ganz von diesem Album, aber man erkennt deutlich, dass
es neben dem Sonnenschein auch ein Ozonloch gibt, welches die Freude an
der Sonne ein bisschen verdüstert, aber nicht ganz nimmt. Durch dieses
düstereres Album nähern sich die Oils ihrem Landsmann Cave ein bisschen
an.
Eine weitere Gemeinsamkeit mit Cave ist, dass sie vieles aus der
australischen Folkmusic übernehmen, in welcher die Orgel eine wichtige
Rolle spielt. So ist zB. One Too Many Times ein typischer australian
countrysong geworden. Nicht nur durch dieses Element versuchen die Boys
from Down Under auf ihre Herkunft aufmerksam zu machen. So hat der
Tiefseefisch auf dem Cover von Breathe eine grosse Ähnlichkeit mit dem
Maskottchen von Hot Tuna, einer Surfwearmarkte, welche zur Zeit nur in
Australien existiert. Des weiteren ist der Runde Kreis auf der CD selbst
auch bei Hot Tuna anzutreffen, welche dort auch darauf aufmerksam macht,
dass sie Australian Made ist.
Diese Verbindung zum Wellensurfen spürt man auch im Song Surf's Up Today,
welcher neben E-Beat, Gravelrahs, Underwater und One Too Many Times zu den
überzeugensten auf diesem Album gehört.
Bleibt mir nur noch übrig to wish them a good surf in the land down
under!
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