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Auftritt
Die Foo Fighters
Meredith Brooks
Pulp
Freundeskreis
Beastie Boys
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Nirvana revisited
Lange ist es her, als zu Beginn der Neunziger ein neuer Stil die
Musikszene heimsuchte, der eigentlich gar keiner war. Ausgehen von
Seattle feierte der Grunge seinen Einzug als neue Jugendbewegung. Bands
wie Soundgarden, Screaming Trees, Pearl Jam erfreuten die Zuhörerschaft
mit ihrem punkigen Rock. In dieser Zeit ging in St. Gallen das Gerücht
herum, dass die alles überstrahlenden Nirvana an das Open Air hätten
kommen sollen, doch der Erfolg war schneller und so wurde das Trio aus
Seattle für die Veranstalter unerschwinglich. In den folgenden Jahren
sanken die Chancen, diese Band in der Schweiz sehen zu können auf Null,
nicht zuletzt durch den Selbstmord ihres Sängers Kurt Cobain.
Dieses Jahr nun hatte man die Möglichkeit, wenigstens einen Exponenten
von Nirvana, von welcher man sagen kann, dass sie zu den
einflussreichsten Bands der Neunziger zählen kann, am Open Air live zu
sehen. Bei diesem Exponenten handelt es sich um Dave Grohl, seines Amtes
Drummer bei Nirvana und nach deren "Selbstmord" Bandleader und Gründer
der Foo Fighters und genau mit diesen beschallte er das Sittertobel.
Foo Fighters, welche mittlerweile zwei sehr beachtete Alben auf den
Markt gebracht haben, besitzen unterdessen einen recht veritablen Ruf
aus US-Indie Band. Man durfte also gespannt sein. Am Samstag Abend war
es dann soweit. Dave Grohl und seine zwei Mitstreiter (siehe da, auch
ein Trio) kamen und rockten los. Zwar war Grohl bei Nirvana der Drummer,
doch bei den Foo Fighters, deren Kopf er auch ist, hat er die Gitarren
und Vocals-Position inne.
Der Sound der Foo Fighters ist guter alter Grunge, also dreckig, rockig
mit einer satten Portion Punk und der typischen Rhythmussection. Die
Songs waren allesamt Kracher, energiegeladen, relativ kurz und schnell.
Dennoch wurde man den Eindruck nicht los, dass die Foo Fighters mehr vom
Nimbus "Nirvananachfolgeband" profitierten, als von den eigenen
musikalischen Qualitäten. Zwar kann Grohl nicht vorgeworfen werden, dass
er nun total andere Musik machen muss, als zu Zeiten von Nirvana,
dennoch muss man aber festhalten, dass unter den Songs keiner so richtig
herausragend war und einen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte.
Recht bald klang jeder Song etwa ähnlich, so dass es keine Rolle
gespielt hätte, ob sie nun eine Pause zwischen den Liedern gemacht
hätten oder nicht. Zum Schluss kann festgehalten werden, dass es sich
bei den Foo Fighters um just another Grunge Band handelt, welche den zum
Sinken verurteilten Musikstil auch nicht über Wasser halten kann.
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