 |
Auftritt
Die Foo Fighters
Meredith Brooks
Pulp
Freundeskreis
Beastie Boys
|
 |
Is this Hardcore?
Pulp eine der derzeit gefragtesten Britpopbands gab den ersten Highlight
am diesjährigen Open Air St. Gallen. Begrüsst wurden die Engländer (wie
kann es auch anders sein) von einer verschlammten Zuschauermenge, da es
ein paar Stunden vor ihrem Auftritt wie aus Kübeln gegossen hat. Macht
nicht, schliesslich sind die Musiker aus England und dort regnet es ja
mehr wie bei uns.
Jarvis Cocker und seine Mannen legten einen überzeugenden Auftritt hin.
Dabei wurden nicht nur Songs von ihrem neuen Album This is Hardcore
gespielt, sondern auch Material aus früherer Zeit, wie der Gassenhauer
Disco 2000, welcher seine Wirkung beim Publikum nicht verfehlte.
Britpopper sind a priori nicht unbedingt Stadionrocker, das gilt auch
für Pulp, welche sicherlich ihre Höchstform auf einer Clubbühne hätten,
trotzdem muss man aber neidlos anerkennen, dass Pulp auch auf einer
Festivalbühne vor 25'000 Zuschauern eine solide Leistung zeigen. Durch
die Performance von Leadsänger Cocker wird die Bühne auch in alle Ecken
ein bisschen Leben gebracht.
Stimmung kann aber nicht durch Lautstärke beeinflusst werden und wenn,
dann negativ. Das hat aber der Typ am Mischpult von Pulp nicht so
gerafft. Der Sound kam zwar klar, aber viel zu laut rüber, was die ganze
Stimmung vielleicht ein wenig schälerte, aber nur ein wenig. Genau diese
Lautstärke war es aber, welche Pulp mit Hardcore verbindet (ausser dem
Titel ihres neuen Albums). Laut war es, aber dennoch tadelloser Britpop,
der von Oasis beispielsweise nicht in dieser Form auf eine Stadionbühne
übertragen werden kann.
|