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Wo Mann?
Nach einem mörderischen Abstieg in Richtung Heubühne, mörderisch weil nach
dem dritten Bierchen (daher auch eher zur Haibühne), war ich bei der kleinen
"Nebenbühne" angelangt. Leider hielten sich die dort an den Fahrplan,
so kam ich prompt zu spät.
Doch nicht nur, dass die sich auf dieser Bühne an den Fahrplan halten, ist
angenehm aufgefallen. Auch die kleinere Grösse der Bühne ist angenehmer.
Irgendwie persönlicher, schnüsiger. Ich kam also mitten im Konzert an,
oder besser gleich am Schluss, denn kaum hatte es angefangen, wurde schon
das "letzte" Lied angesagt. Aber diese Ankündigung erntete beim Publikum
nur ein kleines Lächlen. Bis zum tatsächlichen Ende gings dann auch
noch eine halbe Stunde.
Vera Kaa: Wer die Band, oder die Frau, nicht kennt, glaubts nicht. Die
hat eine Megaenergie, die sie von der Bühne strahlt. Dabei liefert sie
einen ständigen Kampf mit ihren Bandmitgliedern, alles Männer. Darin
wechselt sie ständig zwischen Beileid mit den Männern und voller
Eigeninitiative. "Ich will hier leiden!" wirft sie z.B. ein. Und das tut sie
dann wohl auch. Also ihre Stimmbänder leiden bestimmt.
Aber ich die Männer sind nicht auf den Mund gefallen. So finden sie in einer
kurzen Pause, sie hätten unterdessen einen Site auf dem Internet aufgemacht,
namens www.maennerselbsthilfe.wuerg.ch . Dort hätten sie von Deutschland
die interessante Frage zugeschickt bekommen: "Wann ist
ein Mann ein Mann?" Doch auf die Bemerkung: "I am feeling like a sexmachine!"
wurde dann aber von Kaa gekonnt mit "I am feeling like a waschmaschin!"
gekonntert.
Insgesamt war das Konzert von "Ich- bin- ein- armes- Mädchen- Vera- Kaa"
sehr spassig - wie immer bei ihr.