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Wie der Sonnenschein ins Sittertobel kam
Samstag, früher Nachmittag im Sittertobel, bewölkt mit einigen Aufhellungen, viel Schlamm
und einige verkaterte Gestalten. Um dieser Situation Abhilfe zu schaffen kündigt Hannes Hug
Moudi Cabalou an, mit dessen Hilfe die Sonne ins Sittertobel zurückgeholt werden soll.
Moudi Cabalou, der in der Schweiz lebende gebürtige Zairer, kam, sah und brachte die Sonne
mit. Nacheinander kamen die Bandmitglieder auf die Bühne und wurden gleich von Cabalou selbst
vorgestellt. Neben einem Keyboarder, einem Bassisten und zwei Drum/Percussionisten kamen
auch zwei recht ansprechend gekleidet Backgroundsängerinnen und ein Akkordeonspieler.
Letzterer ist besonders erstaunlich, da meines Wissens das Akkordeon nicht gerade ein
traditionelles Instrument der afrikanischen Musik ist.
Gerade dieser Akkordeonspieler war es aber, der der Musik von Moudi Cabalou der seinem Sound
besondere Note verleiht. Demgegenüber vielen jedoch die Backgroundsängerinnen recht ab. Nicht
etwa durch ihr Auftreten, aber wegen ihrem Gesang (und deswegen sind sie ja schliesslich auf
der Bühne). Ihr Gesang schmälerte nämlich die Qualitäten der typischen afrikanischen Stimme
Moudi Cabalous. Durch das Hereingesinge wurden die Refrains nämlich zu einem europäisch
soullastigen Einheitsbrei.
Trotzdem bot Moudi Cabalou und seine Band Afro-Sound vom Feinsten. Immer mit einem ansprechenden
Tempo und nie in ein Loch der Langeweile zu fallen. Das wurde dann auch vom Publikum
entsprechend quittiert. Nicht zuletzt war dies mit ein Grund, dass das Set dann um gut fünf
Minuten überzogen wurde.
Was das Wetter betriff, so kam wirklich ein bisschen mehr Sonne in das Sittertobe. (ob dies
der Verdienst von Moudi Cabalou ist, darüber sollen sich die Meterologen streiten). Was
garantiert Moudi Cabalou zuzuschreiben ist, ist die Sonne in den Gesichtern der Zuschauer.