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Micheals bottom zwei kurze Stunden auf der Sitterbühne
Neben Kualas, Foster's und Käguruhs hat Australien ein weiteres
Markenzeichen, das sich sehen und hören lässt: INXS. Allen voran Michael
Hutchinson, der charismatische Leadsänger, dessen Markenzeichen wiederum
sein süsser Hintern ist. Schon eine halbe Stunde vor Konzertbeginn fielen
die ersten girls in Ohnmacht.
Und die sex guys aus down under wussten in ihrem einzigen Konzert in
diesem Jahr auf helvetischem Boden zu gefallen - und Michael, wie man eine
neue CD selbst im Schlamm sülzig schmackhaft macht: "Ich dachte, die
Schweizer sind langweilig,ihr aber seid wunderbar. Ich bin noch nie auf so
einem super Open-Air gewesen."
INXS waren und sind immer noch eine Party-Band, die fun haben und ihrem
Publikum "einfach eine gute Zeit" bereiten wollen. Michael Hutchinson
flirtet, raucht, tanzt und räkelt sich auf der Bühne und dem Laufsteg, und
das (weibliche) Publikum ist ganz entzückt. Doch auch musikalisch
überzeugten die sechs australischen "Beutelratten". Neben den guten
altbekannten Smash-Hits nach dem andern (devil inside, Heaven Sent, Bitter
Tears usw. gaben sie auch ein paar Kostproben ihrer aktuellen CD
"Elegantly Wasted". Damit sind die wilden Jungs etwas zahmer,
romantischer, souliger geworden - zum Leidwesen der Menge, die vor allem
bei den rockigen Nummern abhob.
Vordergründig mag INXS eine Fun-Band sein, hinter dem Spass steckt aber
hart erarbeitete Professionalitätle. Das Timing, die (Ab-) Mischung
rockiger und ruhiger Songs stimmt, Kommunikation mit dem Publikum (und den
Fotografen) ist für die Band kein Fremdwort, sondern Programm und
offensichtlich auch Spass. Wen wundert's , dass die Zuhörerinnen - und
vereinzelt auch Zuhörer - den australischen Musik-Export auch nach zwei
Stunden nicht abtreten lassen wollten.
Für Biwidus: Rebecca Buchmüller