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Irische Walliser: Glen of Guiness
Punkt 17 Uhr ist es mit der traditionellen irischen Flöte losgegangen. Klänge denjenigen
der altehrwürdigen Pogues ähnlich erfüllten den Raum vor der Sitterbühne und
riefen die schlammtriefenden Anwesenden vor ebendiese. Der Name der auftretenden
Band stand auf der Seite der Sitterbühne: Glen of Guiness. Irische Klänge und Namen also,
so irisch, dass es fast nicht irischer geht. Aber die Sache hat einen Haken. Glen of
Guiness kommen aus der Westsschweiz, genauer aus dem Wallis, und spielen so irischen
Sound, dass es einen zum Tanzen animiert.
Schon auf ihrer ersten CD "Proud" bewiesen die irischen Romands, dass sie es
hervorragend verstehen, richtige irische Bands wie die Pogues zu ersetzen. Songs wie
"Dublin" gehen in die Beine. Und bei dem Schlamm auch in die Schuhe. Trotzdem war der
fulminante Auftritt der acht Guys and Girls ein wirklich fätziger Einstieg ins Open Air.
Auf alle Fälle hat der erste Act es fertig gebracht, die ersten Unentwegten aus ihren
nassgespritzten Zelten herauszulocken und vor die Bühne zu bekommen. Ach ja, für die,
dies interessiert. Gummistiefel sind für den Bühnenraum nicht schlecht.
Leider haben Glen of Guiness einen Nachteil, nämlich dass sie kein grosses Repertoire
haben. Das war wohl auch der Grund, weshalb sie nach 40min schon abtreten mussten.
Zugaben gabs zwar, aber wir freuen uns schon auf die nächsten Open Air-Auftritte der
IrInnen aus der Westschweiz.
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