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28.6.1997

Micheals bottom zwei kurze Stunden auf der Sitterbühne

Neben Kualas, Foster's und Käguruhs hat Australien ein weiteres Markenzeichen, das sich sehen und hören lässt: INXS. Allen voran Michael Hutchinson, der charismatische Leadsänger, dessen Markenzeichen wiederum sein süsser Hintern ist. Schon eine halbe Stunde vor Konzertbeginn fielen die ersten girls in Ohnmacht.

Und die sex guys aus down under wussten in ihrem einzigen Konzert in diesem Jahr auf helvetischem Boden zu gefallen - und Michael, wie man eine neue CD selbst im Schlamm sülzig schmackhaft macht: "Ich dachte, die Schweizer sind langweilig,ihr aber seid wunderbar. Ich bin noch nie auf so einem super Open-Air gewesen."

INXS waren und sind immer noch eine Party-Band, die fun haben und ihrem Publikum "einfach eine gute Zeit" bereiten wollen. Michael Hutchinson flirtet, raucht, tanzt und räkelt sich auf der Bühne und dem Laufsteg, und das (weibliche) Publikum ist ganz entzückt. Doch auch musikalisch überzeugten die sechs australischen "Beutelratten". Neben den guten altbekannten Smash-Hits nach dem andern (devil inside, Heaven Sent, Bitter Tears usw. gaben sie auch ein paar Kostproben ihrer aktuellen CD "Elegantly Wasted". Damit sind die wilden Jungs etwas zahmer, romantischer, souliger geworden - zum Leidwesen der Menge, die vor allem bei den rockigen Nummern abhob.

Vordergründig mag INXS eine Fun-Band sein, hinter dem Spass steckt aber hart erarbeitete Professionalitätle. Das Timing, die (Ab-) Mischung rockiger und ruhiger Songs stimmt, Kommunikation mit dem Publikum (und den Fotografen) ist für die Band kein Fremdwort, sondern Programm und offensichtlich auch Spass. Wen wundert's , dass die Zuhörerinnen - und vereinzelt auch Zuhörer - den australischen Musik-Export auch nach zwei Stunden nicht abtreten lassen wollten.



Für Biwidus: Rebecca Buchmüller