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Zürich City
1.10.1996

Bands

United Refugees

Ein Zürcher aus Sizilien

Ein Zürcher aus Zaire

Vera Kaa

Open Air SG: Subzonic

Tic Tac Toe

Code Five - CH-Boygroup

Midnight Oil

Quratierfest an der Langstrasse

Vorschau: _Crank

Vorschau: s _Pfanneschtiil Chammer Sexdiit

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Rödelheim

Vorschau: Max _Lässer

Vorschau: _Magos

Gotthard

Kelly Family

Was Hot Tuna mit Mitnight Oil zu tun hat

Dass aus Australien nicht nur Kängurus kommen, sondern auch qualitative Musik sollte spätestens seit dem phänomenalen Durchbruch von Nick Cave zu Beginn dieses Jahres auch dem uniteressiertesten Musikhörer nicht entgangen sein, wenn man von den unglücklichen Anfängen von Jason (who?) Donovan und Kylie Minogue (hat sich in der Zwischenzeit gemausert) absieht. Die bedeutendste australische Band der 80-er war aber trotzdem Midnight Oil mit ihrer Hitsingle Beds Are Burning, welche den meisten Leuten geläufig sein wird. Danach wurde es aber in den Hitparade wieder ruhig um die Mannen von Pete Garrett. Trotzdem brachten sie in der Zwischenzeit zwei Studioalben und eine ausgezeichnete Live-CD heraus. Ganz zu schweigen von ihrem MTV-Unplugged Auftritt 1993, welcher leider nie offiziell erschienen ist.

Nun sind sie wieder zurück! 3 Jahre nach Earth and Sun and Moon erschien nun letzte Woche Breathe. Und um es kurz zu machen; es hat sich etwas geändert hinsichtlich der früheren Alben. Kurz aber zu dem, was gleich geblieben ist.

Pete Garrett, der (glatzköpfige) Kopf und Sänger der Oils ist immer noch Politiker und kämpft als Paramentsmitglied der Grünen in Camberra gegen die schleichende Umweltzerstörung und laufende Diskriminierung der Aborigines. Diese politischen Ideen sind auch auf Breathe, wie auch auf allen früheren Alben, deutlich spürbar und das ist auch gut so! Zur Erinnerung: Auch Bed Are Burning hat eine starke politische Message.

Was kann aber anders sein an den von der australischen Sonne strotzenden Rocksongs? Zu erst einmal: Auch bei den Oils hat der Grunge Einzug gehalten. Die Songs sind grösstenteils dumpfer, düsterer und auch wurde ein wenig die Geschwindigkeit herausgenommen. Trotzdem verschwindet der Sonnenschein nicht ganz von diesem Album, aber man erkennt deutlich, dass es neben dem Sonnenschein auch ein Ozonloch gibt, welches die Freude an der Sonne ein bisschen verdüstert, aber nicht ganz nimmt. Durch dieses düstereres Album nähern sich die Oils ihrem Landsmann Cave ein bisschen an.

Eine weitere Gemeinsamkeit mit Cave ist, dass sie vieles aus der australischen Folkmusic übernehmen, in welcher die Orgel eine wichtige Rolle spielt. So ist zB. One Too Many Times ein typischer australian countrysong geworden. Nicht nur durch dieses Element versuchen die Boys from Down Under auf ihre Herkunft aufmerksam zu machen. So hat der Tiefseefisch auf dem Cover von Breathe eine grosse Ähnlichkeit mit dem Maskottchen von Hot Tuna, einer Surfwearmarkte, welche zur Zeit nur in Australien existiert. Des weiteren ist der Runde Kreis auf der CD selbst auch bei Hot Tuna anzutreffen, welche dort auch darauf aufmerksam macht, dass sie Australian Made ist.

Diese Verbindung zum Wellensurfen spürt man auch im Song Surf's Up Today, welcher neben E-Beat, Gravelrahs, Underwater und One Too Many Times zu den überzeugensten auf diesem Album gehört.

Bleibt mir nur noch übrig to wish them a good surf in the land down under!



Für Biwidus: Vitsky (EMail) aus Zürich City (der aber lieber sich in den Wellen West-Australiens tummeln würde, schliesslich beginnt dort jetzt der Sommer)